Suffel optimiert Grass-Fuhrpark

 

10.08.2020

Flottenmanagement in der Praxis

Wie in einem Bienenstock fahren Gabelstapler, Kommissioniergeräte und Hubwagen durch die Gänge der Produktions- und Lagerhallen der Grass GmbH im hessischen Reinheim. »Bei uns herrscht immer Hochbetrieb. Mit unseren Scharniersystemen beliefern wir Möbelhersteller auf der ganzen Welt«, erklärt Geschäftsführer Helmut Kainrad. »Deshalb müssen unsere Abläufe tadellos ineinandergreifen.« Um den innerbetrieblichen Materialfluss effizienter zu gestalten, hat sich das Unternehmen Unterstützung von den Fleet Experts von Suffel Fördertechnik geholt und konnte so den Staplerfuhrpark deutlich optimieren.

36 Geräte von drei Herstellern
Die Scharnierspezialisten von Grass erledigten ihre Lager- und Produktionslogistik bisher mit einem bunten Mix an Flurförderzeugen und Geräten. Wie in vielen Betrieben war der Fahrzeugbestand jahrelang gewachsen. Ältere Modelle wurden zwar gelegentlich durch neue ersetzt, blieben aber oft an anderer Stelle im Betrieb. Zuletzt befanden sich 36 Flurförderzeuge von drei verschiedenen Herstellern im Fuhrpark, darunter drei Treibgasstapler, ein Elektrostapler, drei Niederhubwagen, 24 Hochhubwagen, drei Kommissionierstapler und zwei Schmalgangstapler.

Der Altersdurchschnitt der Fahrzeuge betrug 15,4 Jahre. Gleichzeitig war die Altersdifferenz zwischen den einzelnen Fahrzeugen teilweise deutlich: Das jüngste Fuhrparkmitglied war erst ein knappes Jahr alt, das älteste war bereits 32 Jahre im Dienst. Die Auslastung einzelner Geräte war mit durchschnittlich 362 Betriebsstunden pro Jahr sehr gering. »Zum damaligen Zeitpunkt war unser Fahrzeugbestand zu groß und überaltert. Viele Geräte waren nicht optimal auf ihren aktuellen Einsatzzweck ausgelegt und stark reparaturanfällig«, fasst Produktionsleiter Andreas Wacker die Situation zusammen.

»Wegen ungenügender Auslastung, häufiger Ausfälle und hoher Kosten für Wartung und Reparatur war unser Fuhrpark ineffizient und im Unterhalt zu teuer«, – so Wacker.

Flottenmanagement von Suffel Fördertechnik
Die Grass Gruppe stand im Rahmen von Mietfahrzeugen bereits in Kontakt zum Linde-Vertragshändler Suffel Fördertechnik, auch wenn sich kein Linde-Fahrzeug unter den 36 Geräten befand. Als Suffel anbot, den Fuhrpark von Grass einer Flottenoptimierungsanalyse zu unterzuziehen und auf Potentiale für effizientere Fahrzeugnutzung und Kosteneinsparungen zu durchleuchten, stimmten die Verantwortlichen zu. Zwei Tage lang analysierte Alexander Monert, Leiter Flottenmanagement bei Suffel, mit seinem Team den Fuhrpark und die Unternehmensprozesse von Grass, um sich einen detaillierten Überblick über die Ist-Situation zu verschaffen. Dafür katalogisierte er den Fahrzeugbestand, begutachtete das Firmengelände und machte sich ein genaues Bild von den Aufgaben, die jedes Gerät erfüllen sollte. Auch die Auslastung und die Wegstrecken der Flotte fanden Berücksichtigung. So deckte der Suffel Flottenmanagement-Experte in den gewachsenen Strukturen bedeutende Potentiale zur Effizienzsteigerung auf.

Flottenmanagement Beratung durch Suffel

Minimierter Fuhrpark für mehr Produktivität
Um diese Effizienz sicherzustellen, stellten die Linde Fleet Experts von Suffel einen neuen Fuhrpark zusammen, der perfekt auf die Bedürfnisse von Grass zugeschnitten ist. Bis auf wenige Ausnahmen wurden sämtliche Fahrzeuge ausgetauscht und durch standardisierte Geräte von Linde Material Handling ersetzt. Gabelzinken-Adapter und andere Ausstattungen sollten sicherstellen, dass einige Geräte für mehrere Zwecke eingesetzt werden können. Gleichzeitig wurden auch die Prozesse angepasst, so dass zahlreiche der bisher eingesetzten Fahrzeuge überflüssig waren. Folglich konnte die Flotte minimiert werden.

»Dieser neue, kleinere Fuhrpark passt perfekt zu all unseren Anforderungen. Gleichzeitig ist er weniger wartungsintensiv und verursacht geringere laufende Kosten«, sagt Wacker.

Für weitere Effizienzgewinne sorgt nun ein einheitliches Antriebssystem. Sämtliche Fahrzeuge sind jetzt mit Elektroantrieb ausgestattet, viele von ihnen mit modernen Lithium-Ionen-Batterien. »Vorher war unsere Flotte ein Mix aus unterschiedlichen Antriebssystemen«, erinnert sich Wacker. Die Umstellung auf eine reine Elektroflotte ermöglicht Grass nach eigenen Angaben den energieeffizienten Betrieb der gesamten Flotte und sorgt zugleich dafür, dass die Lagerhalle nicht mehr durch die Abgase und den Lärm der Treibgasstapler belastet wird.

Neue Features für die Fahrer
Die Fahrer von Grass spielten eine wichtige Rolle bei der Zusammenstellung des neuen Fuhrparks. »Wir wurden von Beginn an in die Umstellung einbezogen und durften alle Fahrzeuge mehrere Tage lang Probe fahren«, sagt Lagerlogistik-Mitarbeiter Cristofaro Cammilleri.

»Durch die Linde-Fahrzeuge mit den neuen Features macht das Arbeiten jeden Tag Spaß« –Cristofaro Cammilleri, Lagerlogistik-Mitarbeiter bei Grass

Vorteilhaft findet Cammilleri, dass sich alle neuen Fahrzeuge auf die gleiche Weise bedienen lassen: »Da die Stapler und Hubwagen jetzt in allen Abteilungen ähnlich sind, findet sich jeder Mitarbeiter sofort mit dem Gerät der Nachbarabteilung zurecht«, sagt er. »Das ist für uns als Fahrer sehr angenehm und macht die Arbeit sicherer, weil jeder mit allen Fahrzeugen vertraut ist.« Um die Umstellung des Fuhrparks für Grass möglichst reibungslos zu gestalten, wurden die Fahrzeuge in einzelnen Tranchen angeliefert. Alle Geräte desselben Typs kamen zur gleichen Zeit an und konnten nach einer Einweisung für die Fahrer direkt in den Regelbetrieb übergehen. Der Linde-Vertragspartner Suffel Fördertechnik hat die alten Fahrzeuge aufgekauft und abgeholt.

Vertrag mit Full-Service-Paket
Für den Fuhrpark haben Grass und der betreuende Händler Suffel Fördertechnik einen Rental-Vertrag geschlossen. Gegen eine monatliche Gebühr stehen Grass sämtliche Fahrzeuge der Flotte für eine vorher festgelegte Laufzeit zur Verfügung. Somit sind jetzt alle Kosten für Grass transparent und nachvollziehbar. Das im Vertrag enthaltene Full-Service-Paket gewährleistet die Vorort-Betreuung der Flotte über die komplette Laufzeit und enthält alle Standard- und Verschleißreparaturen, unter anderem die jährlich anfallenden Inspektionen inklusive Prüfungen der Unfallverhütungsvorschriften (UVV). Suffel sieht sich als Partner seiner Kunden. Einmal pro Jahr findet daher ein Analysegespräch statt, um aktuelle Entwicklungen im Unternehmen zu erfassen und besondere Vorkommnisse zu diskutieren. Anhand der Betriebsdaten prüft der Suffel-Flotten-Experte Alexander Monert, ob der Fuhrpark noch immer zu den Aufgaben von Grass passt oder angepasst werden sollte. So ist das Kompetenzzentrum für Scharniersysteme nicht nur kurzfristig auf dem effizientesten Stand, sondern feilt zusammen mit Suffel unentwegt an Optimierungen zur Steigerung der Produktivität und Effizienz.

 

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