Sonderwünsche sind für uns Tagesgeschäft:

Denn knifflige Fälle erfordern spezielle Lösungen

 

Die Zahl der Sonderprojekte bei Suffel hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Kommen doch verschiedenste Unternehmen trotz des umfassenden Linde-Programms nicht mit einem "normalen" Serienstapler aus. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen in den Betrieben, die Platzverhältnisse und das Transportgut selbst. Für anspruchsvolle Einsätze muss deshalb nach individuellen Antworten gesucht werden, und das ist Aufgabe des Suffel-Sonderbau-Teams. Nicht selten wird aus einem Serienfahrzeug dann ein völlig neues Gerät, und Suffel garantiert mit dem CE-Prüfsiegel, dass es allen Gesetzesvorgaben entspricht.

Es dürfte nicht viele Staplerhändler geben, die sich so intensiv dem Sonderbau widmen wie Suffel. Vor allem trägt unser Projektierungs- und Konstruktions-Team (Joachim Dachs und Michael Willenbücher) Sorge dafür, dass für den Umbau alle technischen Unterlagen nach der MRL 2006/42/EG erstellt werden. Alle Sonderbaumaßnahmen müssen nochmal geprüft und dokumentiert sein. Ist alles in Ordnung, sprechen wir die Konformität nach CE aus und bringen das neue Suffel-Typenschild am Fahrzeug an. Somit sind alle Anforderungen erfüllt und der Kunde ist mit uns auf der sicheren Seite.

Nicht von der Stange

Zu den typischen Suffel-Sonderbauten gehört beispielsweise der T 100 R. Ein kompaktes Sondertransportgerät, das Spezialbehälter von zehn Tonnen heben und im Betrieb sicher befördern kann. Weil ein Serienstapler mit einer Tragkraft von zehn Tonnen für den Betreiber nicht klein und wendig genug war, bediente man sich eines Grundgerätes, an das sich Radarme anbringen lassen. Maschinen mit einer solchen Geometrie können so gestaltet werden, dass sie nur wenige Zentimeter breiter als das Transportgut sind. Durch intelligente Verlagerung des Lastschwerpunkts hinter die Lasträderachse konnte das Gegengewicht eingespart und so ein schlankes und doch kraftvolles Fahrzeug gebaut werden. Der wendige T 100 R kann nun problemlos die schweren Rundbehälter im Betrieb transportieren.

Die "Feuerwache" für Stapler

Als Vorsorgemaßnahme in Papierwerken werden immer mehr Stapler mit Feuerlöschanlagen ausgestattet. So hat allein die Firma SCA Packaging Containerboard im vergangenen Jahr neun Linde H 80/900 mit Feuerschutzeinrichtung erhalten. Dafür wird an beliebiger Stelle im Fahrzeug ein Feuerlöscher montiert. Im Motorraum befindet sich ein Druckschlauch mit einer speziellen Ventilsteuerung. Durch diesen wird das Löschpulver sofort freigesetzt, sobald es zu einer Feuerentwicklung im Stapler kommt. Ein Kontrollterminal im Fahrzeug gibt zudem Aufschluss über die Messwerte der Feuerschutzeinrichtung. Auf diese Weise kann ein Brand verhindert oder rasch bekämpft und gelöscht werden. Denn Feuer im Stapler birgt auch die Gefahr, dass die Flammen rasend schnell auf die gesamte Papierfabrik übergreifen. Den Kopf der Sonderbau-Mannschaft bilden Joachim Dachs und Michael Willenbücher, Bachelor of Engineering. Ihre Abteilung "Verkauf und Projektierung" ist das Bindeglied zwischen dem Kunden (mit seinen individuellen Wünschen) und der Sonderbau-Werkstatt, die das Projekt letztendlich umsetzt.

Suffel verkuppelt

Für Betriebe, deren Stapler häufig Anhänger ziehen müssen, bringt die halbautomatische Druckluftkupplung "Made by Suffel Sonderbau" enorme Vorteile. Der Fahrer kann ohne jeglichen Kraftaufwand die Kupplung öffnen und schließen. Der Taster dafür befindet sich in der Fahrerkabine. Am Stapler selbst werden ein Kompressor, ein kleiner Druckspeicher sowie ein Pneumatikzylinder verbaut. Dieser Zylinder wird über eine elektropneumatische Schaltung angesteuert und so der verbundene Kupplungsbolzen betätigt. Eine Kontrollleuchte signalisiert dann: Kupplung geöffnet oder geschlossen.

Teamwork

Eine echte Herausforderung für die Abteilung war der Wunsch einer Schweizer Firma, mit einem Fahrzeug schwerste Sondermüllcontainer feinfühlig aus einer hochsensiblen Wiegestation herauszunehmen, ohne diese zu beschädigen. Eine "Taskforce" Sonderbau wurde gebildet, die bei dieser kniffligen Aufgabe ihr ganzes Können und ihren Ideenreichtum unter Beweis stellte. Begonnen wurde das Projekt mit einem Ortstermin und der obligatorischen Einsatzanalyse. Vor Ort wurde demonstriert, wie der Sondermüll mit einem explosionsgeschützten Kran in eine Schleuse gehoben, dann zerkleinert und anschließend auf ein Förderband gekippt wird. Hier wird schließlich das Kleingut in den Sondermüllcontainer gefüllt. Dieser Container soll dann ohne Kollision aus einer Spezialwaage – bestehend aus vier Wiegezelleneinheiten – heraus gehievt werden. Daher wurde ein kraftvolles Fahrzeug benötigt. Das Sonderbau-Team entschied sich für einen Schubmaststapler R 16 G als Antriebskopf, an den ein Sonderlastteil angeflanscht wurde. Für das raue Umfeld wurde zudem die Geländeausstattung mit großen Lasträdern gewählt. Dank der speziellen Lastaufnahme kann das Sonderbaugerät den Container nun formschlüssig greifen und anheben. Um die benötigte Feinfühligkeit des Fahrzeugs zu gewährleisten, lässt sich jede Klammer individuell bewegen. Somit passen sich die Greifarme genau der Containerkontur an und beschädigen das Wiegesystem nicht. Je nach Bedarf kann man die Klammern auch parallel schließen und öffnen.

Wichtig:
Für jedes Sonderbaugerät wird von Suffel die Betriebsanleitung ergänzt. Ausführlich beschrieben werden dabei die veränderten Bedienoptionen, der genaue Umgang mit dem Gerät sowie die neue bestimmungsgemäße Verwendung. Für das Fahrzeug " Made by Suffel" müssen die Sonderbauer eine Ersatzteiledokumentation, Montageanleitungen für Verschleißteile sowie Schaltpläne erarbeiten. Darüber hinaus wird eine Risikobeurteilung verfasst.
  

Ihre Ansprechpartner:

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Joachim Dachs
E-Mail: joachim.dachs@suffel.com
Tel.: 06021 861-266

Michael Willenbücher
E-Mail: michael.willenbuecher@suffel.com
Tel.: 06021 861-362